DC-Car stammt von Digital Controled Car, also digital gesteuerte Autos verschiedener Baugrößen. Ihr gemeinsames Herz ist der DC-Car Decoder von Claus Ilchmann www.dc-car.de . Sie besitzen einen eigenen Antrieb mit Motor und Akku, die Lenkung erfolgt über einen Lenkmagneten der meist einem Stahldraht folgt.
Warum DC-Car und nicht Faller-Car oder Viessmann-Car-Motion?
Seit 2004 baue ich fahrende Modellautos in H0. Grundlage ist immer das Faller-Car-System mit Draht, KEIN Magnetband in der Straße. Unsere ca. 50 DC-Cars laufen oft auf Ausstellungen, dann u.U. drei Tage am Stück, viele mit austauschbaren Akkus. Mit Magnetband würden die Magnetschleifer keine drei Tage halten und auch Antriebsgetriebe sind bei dieser Beanspruchung erfahrungsgemäß nicht lange haltbar. Die haltbarste Grundausstattung sind also nach wie vor eine Schnecke und ein Zahnrad und wenn der Draht gut verlegt ist, gibt es keinerlei Ausfälle wegen Straße verlassen.
Für die Steuerung verwenden wir den kostengünstigen DC-Car Decoder. Fast alle fahrenden Modellautos sind selbst umgebaut, teils Fallerautos mit einem eingebauten DC-Car-Decoder oder auch Standmodelle mit eingebautem Antrieb und Lenkachse und mit DC-Car Decoder.
Dadurch ist eine sehr kostengünstige Digitalisierung der Fahrzeuge möglich, incl. Abstandssteuerung und man muss nicht ein paar hundert Euro pro Fahrzeug rechnen. Die DC-Cars können mit Infrarotsignalen gesteuert werden: blinken, Geschwindigkeit, Licht und stopp. Lernen kann man Umbau und Steuerung auf einem DC-Car Workshop.
Alle DC-Cars haben immer Abstandssteuerung. Dazu werden die Autos mit 2 Infrarotdioden hinten und 2 IR-Empfängern vorn bestückt. Optional stehen zahlreiche Lichtausgänge, 4 Blaulichter, Blinker und mehrere weitere Schaltausgänge zur Verfügung.
Besonders interessant sind die eingebauten Funktionen wie: Busautomatik, Feuwehrautomatik oder Müllautofunktion, die mit zwei in der Fahrbahn versteckten Magneten abgerufen werden können.
Eine ausführliche Umbauanleitung ist im Modelleisenbahner 04/2014 erschienen oder hier in der Bastelecke.
DC-Cars lassen sich mit mehreren Möglichkeiten steuern:
1. DC-Cars fahren auch ohne jegliche Steuerung. Autos einschalten und auf den Draht setzen, Abstandssteuerung untereinander funktioniert immer. Sie fahren ohne Auffahrunfall immer den Draht lang, bis man sie wieder ausschaltet oder der Akku leer ist.
2. Wie Digital-Loks, das heißt, jedes Auto hat eine Adresse und wird einzeln angesprochen und zwar mit einer Infrarotdiode (mit Widerstand und Schutzdiode direkt vom Gleisanschluss) und der Roco Lokmaus oder einer anderen DCC-Zentrale. Dazu muß sich diese IR-Diode im Sichtbereich des Fahrzeuges befinden. Das Signal gilt dann nur für das Fahrzeug mit der eingestellten Adresse.
3. Über einen Funktionsbaustein, das heißt: eine Infrarotdiode am Rand sendet ein festes Signal und steuert bei jedem Auto im Sichtbereich z.Bsp das Licht oder den Blinker an. So könnte man am Ortsschild eine IR mit Signal "halbe Geschwindigkeit" aufstellen und alle Fahrzeuge die vorbeifahren, bremsen mit Bremslicht automatisch ab. Auch Stopstellen kann man so einrichten. Signale vom Funktionsbaustein gelten für alle DC-Cars im Sichtbereich, egal welche Adresse.
4. Gibt es einen Handsender. Mit dem Handsender kann man alle Funktionen steuern. Alle DC-Cars, die im Bereich von ca. 20-40cm sind, reagieren auf den Befehl.
5. Speziell für Computersteuerungen gibt es zusätzlich einen Infrarot-Booster, die eine Anlage flächendeckend mit Steuersignalen übersät und somit jedes Fahrzeug jederzeit steuerbar ist. Im Fahrzeug selbst nimmt ein zusätzlich installierter Empfänger diese Informationen auf.
Wer möchte kann den Umbau von Faller Fahrzeugen zu DC-Car Fahrzeugen auf einem Workshop lernen. Diese Workshops finden in ganz Deutschland statt.
Um die Fahrzeuge vor zu führen gibt es die Möglichkeit ein Anlagenmodul nach der DC-Car Modulnorm zu bauen. Gemeinsame Auftritte auf Ausstellungen oder Messen sind dann möglich.

Module in Dresden Feb. 2010